Schöne Musik an St. Vincenz
 


Konzert als Soforthilfe


Fast 90 Minuten konzertierten neun Musiker*innen am vergangenen Mittwoch in der Vincenzkirche. Innerhalb kürzester Zeit luden die vorwiegend jungen Solist*innen ein, verabredeten sich zu Proben und stellten die Musik verschiedenster Komponisten dem zahlreich erschienenen Publikum vor.

Katrin Höppe eröffnete das Programm an der großen Orgel mit einer  Choralbearbeitung von Johann Sebastian Bach. Anschließend begleitete Organist Christian Rose seine Frau Stefanie (Sopran) bei drei der biblischen Lieder von Antonín Dvořák. Vierhändig gespielt wurde dann die berühmte „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg. Katrin Höppe teilte sich hierbei den Spieltisch mit Christian Rose. Kantor Helmut Brandt brachte die kleine Truhenorgel der Vincenzkirche mit einer Bearbeitung von Vivaldis d-Moll Konzert zum Klingen, bevor er an der Chororgel mit einem „Siciliano“ des Zeitgenossen Robert Jones aufwartete. Antje Heinemann konzertierte auf ihrer Sopranblockflöte mit einer Partita von Georg Phillip Telemann.  Als Querflötistin spielte Rita Breuker  eine barocke Sonate des Italieners Evaristo Felice Dall'Abaco. Einen großen Dialog führten Paul Kißmer und Christian Rose an den beiden Orgeln der Vincenzkirche mit dem festlichen „Grand Choer Dialogué“. Alle Register der beiden Orgeln wurden gezogen und die über 120 Zuhörer konnten die Klangfülle der Instrumente gleichsam spüren. Mit Vater Leopold Mozarts „Andante“ spielte Thomas Lindemann-Breuker auf seiner Posaune, die mit ihrem weichem, warmem Klang die Kirche füllte. Diakon André Quante- Blankenagel regte mit geistlichen Texten und Impulsen zum Reflektieren der Musik und zum Verarbeiten der Katastrophen an. Am Ende des Konzertes versammelten sich alle Musiker auf der Altarinsel zu einem Chor und stimmten das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ an. Die Zuhörer erhoben sich zum Gedenken an die zahlreichen Opfer der Katastrophen. Über 2200 Euro spendeten die Besucher des Konzertes bei der Türkollekte für Soforthilfen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe. Bürgermeister Roland Schröder bedankte sich nach dem Konzert bei den beteiligten Musiker*innen.